Dein Hund rutscht während der Autofahrt hin und her?
Das ist nicht nur nervig, sondern auch extrem gefährlich!
Bei einem Unfall wird dein ungesicherter Vierbeiner zum Geschoss und kann euch beide verletzen.
Ein Hundesicherheitsgeschirr für Autofahrten schützt deinen treuen Begleiter und sorgt für entspannte Fahrten.
Inhaltsverzeichnis
Warum ein Hundesicherheitsgeschirr im Auto unverzichtbar ist
Die meisten Hundebesitzer unterschätzen die Gefahren einer ungesicherten Autofahrt. Bei einer Vollbremsung aus nur 50 km/h wirkt das 30-fache des Körpergewichts auf deinen Hund ein. Ein 20 kg schwerer Hund entwickelt dann eine Aufprallkraft von 600 kg – das kann tödlich enden.
Neben dem Sicherheitsaspekt gibt es auch rechtliche Gründe. In Deutschland gilt die Straßenverkehrsordnung auch für Hunde. Sie müssen als „Ladung“ ordnungsgemäß gesichert werden. Bei Verstößen drohen Bußgelder zwischen 30 und 75 Euro, bei Unfällen sogar ein Punkt in Flensburg.
Ein gutes Sicherheitsgeschirr verhindert außerdem, dass dein Hund während der Fahrt herumläuft und dich ablenkt. Das reduziert das Unfallrisiko erheblich und macht die Fahrt für alle entspannter.
Die verschiedenen Arten von Hundesicherheitsgeschirren
Klassisches Sicherheitsgeschirr mit Gurt
Das Standard-Sicherheitsgeschirr wird über die Brust des Hundes gelegt und mit dem Sicherheitsgurt des Autos verbunden. Diese Variante eignet sich besonders für kleinere bis mittelgroße Hunde bis etwa 30 kg.
Wichtig ist, dass das Geschirr gepolsterte Bereiche hat und sich nicht zu stark zusammenziehen kann. Achte darauf, dass es crash-getestet ist und den europäischen Sicherheitsstandards entspricht.
Isofix-Hundesicherheitssystem
Für größere Hunde ab 25 kg sind Isofix-Systeme die sicherere Wahl. Diese werden direkt an den stabilen Isofix-Verankerungen deines Autos befestigt und bieten deutlich mehr Stabilität als herkömmliche Gurtverbindungen.
Das Geschirr wird dabei mit einem speziellen Adapter verbunden, der fest mit dem Isofix-System verschraubt ist. Diese Lösung ist teurer, aber deutlich sicherer bei schweren Hunden.
Worauf du beim Kauf achten solltest
Größe und Passform
Das Geschirr muss perfekt sitzen – weder zu eng noch zu locker. Miss den Brustumfang deines Hundes an der breitesten Stelle hinter den Vorderbeinen. Die meisten Hersteller bieten Größentabellen an, die dir bei der Auswahl helfen.
Teste das Geschirr vor der ersten längeren Fahrt zu Hause. Dein Hund sollte sich darin wohlfühlen und normal atmen können.
Material und Verarbeitung
Hochwertige Sicherheitsgeschirre bestehen aus reißfestem Nylon oder Polyester mit verstärkten Nähten. Die Schnallen sollten aus Metall oder stabilem Kunststoff gefertigt sein und sich auch unter Belastung nicht öffnen.
Polsterungen an Brust und Rücken erhöhen den Tragekomfort und verteilen die Kräfte bei einem Aufprall besser. Reflektierende Elemente sind ein netter Zusatz, aber nicht zwingend erforderlich.
Prüfsiegel und Crash-Tests
Kaufe nur Geschirre, die nach ECE-R17 oder einem vergleichbaren Standard getestet wurden. Viele günstige Produkte aus dem Internet haben keine Prüfung durchlaufen und können im Ernstfall versagen.
Seriöse Hersteller geben offen Auskunft über ihre Testverfahren und Zertifizierungen. Scheue dich nicht, beim Händler nachzufragen.
Hundetransportboxen können als weitere Sicherung dienen, besonders für kleine Hunde.
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Richtige Anwendung des Sicherheitsgeschirrs
Gewöhne deinen Hund schrittweise an das Geschirr. Lass ihn es zunächst zu Hause tragen, bevor ihr die erste Autofahrt unternehmt. Belohne ihn mit Leckerlis, damit er positive Verbindungen damit entwickelt.
Die Gurtlänge sollte so eingestellt sein, dass dein Hund sich hinlegen und umdrehen kann, aber nicht zur Vordersitze gelangen kann. Ein zu kurzer Gurt schränkt die Bewegungsfreiheit unnötig ein, ein zu langer bietet keinen ausreichenden Schutz.
Kontrolliere regelmäßig alle Verbindungen und Verschlüsse. Nach einem Unfall oder starken Belastung solltest du das Geschirr austauschen, auch wenn äußerlich keine Schäden sichtbar sind.
Fazit
Ein Hundesicherheitsgeschirr für Autofahrten ist keine Option, sondern Pflicht für jeden verantwortungsbewussten Hundebesitzer. Die Investition von 30 bis 150 Euro kann Leben retten und erspart dir im Zweifelsfall hohe Kosten und rechtliche Probleme. Wähle ein crashgetestetes Modell in der richtigen Größe und gewöhne deinen Hund behutsam daran – so steht entspannten und sicheren Autofahrten nichts mehr im Wege.